Berlin wächst – und die Verwaltung ist bereits mittendrin in einem Generationswechsel. Daher ist der Einstellungsbedarf hoch. Während die Bevölkerung Berlins seit 2014 um 6% gewachsen ist, wuchs das Personal im unmittelbaren öffentliche Dienst um 9%. Seit 2014 konnten über 10.000 Beschäftigte zusätzlich eingestellt werden.

Das ist auch gelungen, weil die Stellenbesetzungen heute schneller gehen. Waren dafür 2015 noch deutlich über 5 Monate nötig, sind es heute 3 Monate. Allein im Jahr 2019 hat Berlin damit 9.000 neue Beschäftigte eingestellt.

Dabei kommt es auf eine gute Mischung an. Es gilt auf neues Personal zu setzen und diejenigen zu fördern, die bereits an Board sind. Der Aufstieg von innen sichert Erfahrungswissen und Leistungskraft – und motiviert. Die sogenannte gläserne Decke wird immer durchlässiger. Ein breites Fortbildungsangebot und der sogenannte Verwendungsaufstieg sind gute und richtige Instrumente für einen attraktiven öffentlichen Dienst. Rund 40.000 Landesbedienstete werden jedes Jahr von der Berliner Verwaltungsakademie fortgebildet. Das gilt es fortzusetzen und noch mehr digitale Angebote zu schaffen.

Richtig ist auch, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nicht vor die Haustür geliefert, sondern müssen ausgebildet werden. Deshalb gilt es die Ausbildungszahlen hochzufahren. Im Rahmen der Ausbildungsoffensive ist bereits ein Anstieg um 40% gelungen.

Gleichzeitig wurde viel an der Vergütungssituation getan. Berlin zahlt heute genauso viel wie der Durchschnitt der anderen Bundesländer: Bei den Tarifbeschäftigten schon seit 2017 durch den Wiedereintritt in die TdL (Tarifgemeinschaft der Länder) und bei den Beamtinnen und Beamten wird dieses Jahr der letzte Anpassungsschritt gemacht.

  • Bei den Tarifbeschäftigten konnten für Berlin wichtige Strukturthemen für KITAS, Rettungsdienst und Pflegekräfte erreicht werden. Auch wurden die Einstiegsgehälter um 11 Prozent erhöht. Das eine weitere wichtige Verbesserung dar.
  • Die verabredeten Angleichungen der Beamtenbesoldung an den Bundesdurschnitt wurde durchgehalten und konsequent umgesetzt. Das ist ein riesiger Kraftakt, der die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter festigt. Ein Meilenstein, den viele vor einigen Jahren noch für undenkbar gehalten haben. Neben den allgemeinen Erhöhungen wurden für Berlin insbesondere die unteren Einkommen durch Sonderzahlungen, Sockelbeträge und Zulagen in den Blick genommen.

Die 150 EUR Hauptstadtzulage wird ab dem 01.11.2020 sowohl den Beamten als auch den Angestellten zusätzlich zu Gute kommen. Ein Teil der Summer erhalten die Beschäftigten des Landes über ein kostenfreies ÖPNV-Ticket.

Berlin braucht gut qualifiziertes Personal und muss dieses auch gut bezahlen. Gleichzeitig benötigen wir in einigen Bereichen auch mehr Personal. Dass wir überall mehr Personal brauchen, ist jedoch nicht richtig und das zeigt der Vergleich mit Bremen und Hamburg. Über 6200 Stellen mehr hat Berlin, wenn man es mit Hamburg und Bremen vergleicht und diese auf die Größe Berlins hochrechnet. Insgesamt müssen wir also weiter an dem Thema gute Strukturen arbeiten, damit die gute Arbeit, die geleistet wird, auch sichtbarer wird.

Gute Arbeit im öffentlich verantworteten Bereich, heißt außerdem sich für flächendeckend Tarifverträge einzusetzen und sachgrundlosen Befristungen eine Absage zu erteilen. Auch in diesen Bereichen haben wir uns als Fraktion erfolgreich eingesetzt.